5:4-Erfolg bei Hitzeschlacht im Siebentischwald
TCA-Damen holen souverän den letzten Saison-Sieg
Uwe Nothnagel und die TCA-Bundesligadamen können auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken: Sie haben statt dem angepeilten Klassenerhalt sogar einen Mittelplatz erkämpft – und das mit angemessenem finanziellen (und somit personellen) Einsatz. Das war bestimmt nicht einfach, denn heuer gab es eine „eingleisige“ zweite Bundesliga. Die damit erwartete Aufwertung der Liga fand aber eher nicht statt. Natürlich ist es rein sportlich interessant, gegen Klubs wie Berlin, Hamburg oder Essen anzutreten, aber der Aufwand ist um vieles höher als noch bei der Aufteilung der zweiten Liga in Nord und Süd. Dieser betrifft nicht nur die höheren Reise- und die hinzukommenden Übernachtungskosten für den ganzen Tross, sondern auch die Ausgaben für den häufigeren Antritt der hochkarätigen Spielerinnen, ohne die ein Klassenerhalt nicht möglich wäre.
Uwe Nothnagel ist aber stolz darauf, den Zuschauern eine gesunde Mischung aus „gekauften“ Tennisstars und eigenen Nachwuchsspielerinnen bieten zu können. Es gibt für den regionalen Tennisnachwuchs keinen größeren Ansporn als der Einsatz von klubeigenen Spielerinnen wie Sophie Lohscheid, Amelie Paclik oder Verena Schweyer in der zweiten Bundesliga.
Und die haben sich nicht schlecht verkauft. Auch wenn sie in puncto Konstanz und Spielraffinesse noch hinzulernen müssen, konnten unsere Nachwuchsspielerinnen gegen in der deutschen Rangliste wesentlich höher eingestufte Tennisgrößen schlagtechnisch und athletisch annähernd mithalten. Das war schön anzuschauen, auch wenn der entscheidende Punkt durch einen raffiniert oder unerwartet durchgeführten Angriff meist an die versierteren Gegnerinnen ging.
Beim letzten Spiel gegen den Rivalen Luitpoldpark München allerdings ging Uwe Nothnagel kein Risiko ein und stellte mit Majeric, Pastikova, Timotic, Balducci, Notnagel und Dell’Angelo ein „Winner“-Team auf. Zunächst ging es noch etwas zäh: Tedeja Majeric gewann erst im Match-Tiebreak, eine nicht ganz gesunde Michaela Pastikova verlor gegen die ehemalige Klubkameradin Carmen Klaschka und auch Ana Timotic musste ihr Match nach zähem Kampf im Match-Tiebreak abgeben. Dafür punkteten Alice Balducci, die immer besser wurde und 7:6, 6:0 gewann, Caroline Nothnagel souverän mit 6:1, 6:3 und Laura Dell’Angelo ebenso sicher mit 6:2, 6:2.
Die fast unmenschliche Hitze an diesem Sonntag hielt nicht nur viele Zuschauer davon ab, beim Spitzentennis zuzuschauen, auch die Lust der Spielerinnen auf die Doppel nach den äußerst anstrengenden Einzeln hielt sich in Grenzen. Und wegen vorhandener leichter Verletzungen wurden die Doppel am grünen Tisch entschieden und mit 2:1 für Luitpoldpark München gewertet. Mit einem 5:4-Endergebnis können die TCA-Damen gut leben. Theoretisch hätten zwar drei gewonnene Doppel zu Platz vier in der Tabelle gereicht, aber der fünfte Rang der deutschlandweiten zweiten Bundesliga ist ein Riesenerfolg für die eingeschworene Truppe um Uwe/Caroline Nothnagel und Laura Dell’Angelo.
Fast familiär gestaltete sich das Abschlussessen auf der Terrasse des Klubheimes. Mama und Papa Dell’Angelo verteilten die von Peppino zubereitete Pasta und sorgten mit ihrer aufgeschlossenen Art für gute Stimmung. Es wurde über bemerkenswerte Vorkommnisse gesprochen und gelacht und die Fotos der Saison betrachtet. Etwas schade war, dass sich einige der ausländischen Spielerinnen schon frühzeitig wieder auf den langen Nachhauseweg machen mussten. Präsident Jakob Schweyer verabschiedete die Gäste, die mit ihrem Vorsitzenden Jochen Laass angereist waren.
Uwe Nothnagel war insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf der Saison und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der DTB ein Einsehen hat und von der ungeliebten eingleisigen wieder zur zweigleisigen zweiten Bundesliga zurückkehrt. (S.B.)
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Toller Kampf der TCA-Damen in Essen
Pastikova und Co. erreichen trotz nomineller Unterlegenheit ein 4:5
Die
personellen Einsatzmöglichkeiten im Spitzentennis werden zum großen Teil von den finanziellen Ressourcen der Klubs bestimmt. Und da das TCA-Ziel der Klassenerhalt ist, kann denn auch Uwe Nothnagels Strategie nur heißen, gegen die schlagbaren Gegner stark aufzustellen und die Aufstiegskandidaten ziehen zu lassen. Der Essener Turn- und Fechtclub gehört zu den letzteren und so reiste der TCA nicht mit der allerstärksten Mannschaft zum vorletzten Punktspiel an.
Umso überraschender stellte sich der Spielstand nach den Einzeln mit einem ausgeglichenen 3:3 dar. Augsburgs Damen hatten sich gegen die überlegenen Gastgeberinnen
mächtig ins Zeug gelegt und sie hatten Erfolg. Natürlich war auch ein bisschen Glück dabei, dass alle drei von Augsburg gewonnenen Einzel im Match-Tiebreak entschieden wurden – aber dies spricht auch für den Einsatzwillen und den Teamgeist in der TCA-Truppe. Ana Timotic an Position zwei schaffte gegen ihre frühere Augsburger Kollegin Angelika Roesch nach 6:7 und 7:5 ein Superergebnis im Match-Tiebreak – nämlich 10:0. Auch Caroline Nothnagel an Position vier konnte nach 6:3 und 4:6 noch einmal alle Kraft in den Match-Tiebreak legen und gewann diesen 10:6. Am knappsten machte es mal wieder Laura Dell’Angelo, die gegen Imke Küsgen unermüdlich und sehr ausgeglichen 4:6 und 6:4 spielte und im Match-Tiebreak erst beim 12:10 den umjubelten Punkt für Augsburg festmachen konnte.
Die Matches von Michaela Pastikova (Position eins; 0:6, 0:6), Alice Balducci (Pos. drei; 4:6, 3:6) und Sophie Lohscheid (Pos. sechs; 0:6, 2:6) waren gegen übermächtige Gegnerinnen nicht zu gewinnen.
Auch die Essener hatten mit einer solchen Gegenwehr offenbar nicht gerechnet und setzten nun ihren „Joker“ in Form von Wilhelmine Bernice van de Velde, die für Imke Küsgen in die Mannschaft kam. Die Doppel eins und zwei waren nun so stark, dass Alice Balducci/Ana Timotic bzw. Michaela Pastikova/Sophie Lohscheid ohne echte Chance auf einen Sieg blieben. Knapp ging es nur im dritten Doppel zu, als sich Caroline Nothnagel/Laura Dell’Angelo nach verlorenem ersten Satz (4:6) noch einmal konzentrierten, den zweiten Satz klar mit 6:1 gewannen und somit noch einmal in den Match-Tiebreak kamen. Und auch im vierten Match-Tiebreak erkämpften sich die TCA-Damen sensationell den Sieg mit 10:6.
Somit stand es am Ende 4:5 aus Augsburger Sicht und man war trotz der äußerst knappen Niederlage nicht unzufrieden, denn alle vier Punkte des TCA wurden im Tie-Break erkämpft und da spielt immer auch das Glück ein wenig mit. Und darüber konnten sich die Augsburger an diesem Spieltag nicht beschweren.
Die Augsburger Tennisfans können sich auf weitere tolle Matches beim letzten Punktspiel des TCA freuen, das am 11. Juli (11:00 Uhr) auf eigener Anlage im Siebentischwald gegen Luitpoldpark München stattfindet (S.B.)
TCA tritt in Ratingen mit nur fünf Spielerinnen an
TCA hat Pech in Ratingen
Auch wenn gegen Ratingen nicht unbedingt ein Sieg eingeplant war, wollten sich Uwe Nothnagel und die TCA-Damen doch achtbar aus der Affäre ziehen. Dies gelang nur teilweise, denn ausgerechnet die Augsburger Spitzenspielerin – Tadeja Majeric aus Slowenien – sagte wegen einer Verletzung sehr kurzfristig ab. So kurzfristig, dass kein Ersatz mehr ins 600 km entfernte Ratingen gebracht werden konnte.
So rückten Michaela Pastikova, Caroline Nothnagel, Laura Dell’Angelo, Sophie Lohscheid und Verena Schweyer jeweils eine Position nach vorne, wodurch ihre Chancen auf einen Einzelsieg nicht gerade stiegen. Trotzdem kämpften alle Spielerinnen mit viel Engagement gegen die Übermacht der Gastgeberinnen an und es gelangen Michaela Pastikova an Position 1 (!) und Laura Dell’Angelo an Position 3 beeindruckende Siege, auch wenn Michaela ihren erst im Match-Tiebreak sicherstellen konnte. Erstaunlich gut hielt sich die erstmals in der Bundesliga eingesetzte Verena Schweyer an Position fünf, die mit ihrem sicheren, unspektakulären Spiel der Gegnerin zusetzte und sich äußerst knapp mit 5:7 und 3:6 geschlagen geben musste.
So stand es nach den Einzeln (das sechste Einzel wurde ja ohnehin für Ratingen gewertet) 2:4 und mit den beiden von Augsburg beschickten Doppeln war die Begegnung nicht mehr zu gewinnen. Trotzdem kämpften die TCA-Damen wie die Löwinnen und Laura Dell’Angelo/Sophie Lohscheid konnten in einem sehenswerten Match (6:1, 6:2) noch einen Punkt für Augsburg retten. Im Spitzendoppel war für Michaela Pastikova/Caroline Nothnagel mit 2:6, 4:6 allerdings nichts zu holen. So endete die Begegnung insgesamt mit 3:6 und angesichts der Leistungen stellte sich Uwe Nothnagel schon die Frage, was beim kompletten Antritt seiner Mannschaft passiert wäre. Aber vielleicht hätten dann auch die Ratinger noch stärker aufgestellt – schließlich bekamen sie die Misere der TCA-Mannschaft frühzeitig mit.
Nun setzt der TCA-Manager noch mal alles auf das letzte Heimspiel am 11. Juli gegen Luitpoldpark München. Beide Mannschaften werden sicherlich in bestmöglicher Aufstellung an den Start gehen und die Partie verspricht jetzt schon ein „Leckerbissen“ zu werden. Es ist zu hoffen, dass viele Tennisfans den TCA-Damen dann helfen werden, das Match zu gewinnen und in der zweiten Bundesliga zu verbleiben.
(S.B.)
French Open Siegerin Francesca Schiavone in Augsburg?
Davon träumen wird man ja wohl noch dürfen
Klar, dass durch den sensationellen Sieg Francesca Schiavones bei der French Open plötzlich ein riesiges Interesse an der nur 1,66 m großen Italienerin aufgeflammt ist. Obwohl sie bereits seit 1998 als Profi von Turnier zu Turnier reist und drei WTA-Titel errungen hat, war sie bisher eher ein „Star der zweiten Reihe“, fehlten ihr doch die ganz großen Erfolge, zum Beispiel bei einem Grand Slam. Aber sie hat immerhin beeindruckende fünf Millionen Dollar an Preisgeld erspielt.
Durch Uwe Nothnagels „Händchen“ bei der Personalakquisition und seine „Italien-Connections“ über die langjährige TCA-Spielerin Laura Dell’Angelo steht Francesca Schiavone seit zwei Jahren beim Zweitligisten TCA an Nummer eins der Meldeliste. Jedem ist klar, dass dieses Aufgebot mehr eine Prestige-Angelegenheit ist und vielleicht die Gegner beeindrucken soll, als dass mit einem konkreten Einsatz in der zweiten Bundesliga zu rechnen ist. Schiavone hat bisher nur einmal in der ersten Bundesliga für den TCA gespielt – 2008 beim 5:4-Sieg in Bocholt.
Freundinnen: Francesca Schiavone und Laura Dell'Angelo 2008 in Bocholt
Mit dem sensationellen French Open-Sieg steigt überall die Nachfrage nach der 29-Jährigen Italienerin. Insbesondere die Augsburger möchten das Energiebündel zuhause spielen sehen. Wenn es Uwe Nothnagel und Laura Dell’Angelo gelingen sollte, den Star dem heimischen Publikum auf der TCA-Anlage im Siebentischwald zu präsentieren – zum Beispiel beim letzten Punktspiel gegen Luitpoldpark München am 11. Juli – dann nur wegen der Freundschaft Schiavones zur Augsburgerin Laura Dell’Angelo. Denn mit der Nachfrage steigt immer auch das Antrittsgeld eines Tennisstars. Aber vielleicht werden auch die TCA-Sponsoren durch den Rummel angespornt?
Es wäre toll für den TC Augsburg und alle schwäbischen Tennisfans, wenn Francesca Schiavone nach Augsburg kommen würde, aber man darf sich nichts vormachen – die Chancen dazu sind durch den Grand Slam-Sieg Schiavones bei der French Open nicht gerade gestiegen. (S.B.)
„Hallen-Knaller“ der TCA-Damen gegen Wahlstedt
Augsburgerinnen mit 2:7 unter Wert geschlagen
Es gab wieder begeisternde Bundesliga-Tennisspiele zu sehen auf der TCA-
Anlage im Siebentischwald beim Heimspiel gegen den TC Rot-Weiss Wahlstedt. Allerdings mussten sich die Zuschauer an den Rand der vereinseigenen Hallen drängen, denn die Begegnung fand wegen starken Regens zum großen Teil „indoor“ statt. Dort sahen und spürten sie aber hautnah die Härte und Schnelligkeit der Schläge in dieser Liga – noch verstärkt durch die akustischen Verhältnisse in einer kahlen Halle – und den athletischen Einsatz der Tennisfrauen.
Sportlich lief es nicht so glücklich für den TCA. Auf den ersten vier Positionen im Einzel konnten die Gastgeberinnen Paroli bieten, aber nur Laura Dell’Angelo münzte dies zu einem Punktgewinn um. Tedeja Majeric (5:7, 6:4, 6:10) und Michaela Pastikova (4:6, 6:4, 6:10) verloren unglücklich im Match-Tiebreak. Caroline Nothnagel zog in einem „Knaller-Spiel“, wo fast jeder Ball mit Höchstgeschwindigkeit auf die andere Seite gedroschen wurde, mit 4:6, 2:6
knapp den Kürzeren. Ein Zuschauer brachte seine Wahrnehmung mit dem Begriff „Kampfmaschinen“ zum Ausdruck.
Wenig Chancen hatten die Gastgeberinnen auf den hinteren Positionen gegen die sehr gleichmäßig aufgestellten Wahlstedterinnen. Die Nachwuchsspielerinnen Isabella Reibmayr (3:6, 0:6) und Amelie Paclik (1:6, 0:6) spielten optisch gut mit, die taktischen Akzente aber setzten eindeutig ihre erfahreneren Gegnerinnen.
Obwohl Teammanager Uwe Nothnagel sich gegen Wahlstedt nichts ausgerechnet hatte, sinnierte er einen Moment nach: „Wenn Tadeja Majeric und Michaela Pastikova ihre Match-Tiebreaks gewonnen hätten....“. Dann wäre es noch mal spannend geworden. So aber war mit 1:5 nach den Einzeln alles gelaufen.
Jetzt galt es, noch den einen oder anderen Punkt im Hinblick auf die Endabrechnung in der Tabelle zu ergattern. Majeric/Pastikova spielten ein klasse Doppel gegen die Wahlstedter Topspielerinnen Martinovic/Bogdan, mussten nach 6:4, 4:6 in den Matchtiebreak, wo sie leider mehrfach Pech hatten und diesen klar verloren. Auch das Dreier-Doppel mit Reibmayr/Paclik musste die Punkte an die versierteren Gäste abgeben. Nur Nothnagel/Dell’Angelo profitierten knapp in Führung liegend von der verletzungsbedingten Aufgabe der Norddeutschen.
Damit lautete das Endergebnis 2:7 und die TCA-Damen waren etwas unter Wert geschlagen. Trotzdem war die Strategie von Uwe Nothnagel richtig. Wer das Ziel „Klassenerhalt“ erreichen will, darf nicht gegen die stärksten Gegner „auf Sieg“ spielen, sondern gegen die schlagbaren. Schließlich sind die finanziellen Ressourcen (leider) begrenzt und dürfen nicht vergeudet werden – selbst wenn es so aussieht, als hätte der TCA in Bestbesetzung und mit etwas mehr Glück gegen Wahlstedt gewinnen können. (S.B.)
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TCA-Damen gelingt eindrucksvolle Revanche gegen Ettlingen
Klarer 8:1-Heimsieg für Augsburg Siebentisch
Im letzten Jahr hatte man sich über die 4:5-Niederlage beim Ski-Club Ettlingen ziemlich geärgert, hatte man nach den Einzeln doch bereits mit 4:2 geführt und dann alle drei Doppel verloren. Dies sollte den Gegnerinnen heuer nicht gelingen und so stellte Teammanager Uwe Nothnagel zwar fast das gleiche Team auf wie im Vorjahr, aber an Nummer zwei schob er Neuzugang Tadeja Majeric dazwischen, was für die hinteren Ränge eine deutliche Entlastung darstellte.
Tadeja legte gleich ein höllisches Tempo vor und gewann ihr Match sicher 6:3 und 6:3, was Ana Timotic an Position vier (6:4, 6:1) und Laura Dell’Angelo an sechs (6:3, 6:1) die Sicherheit für jeweils klare Siege gab. Etwas mehr Mühe gegen Darina Sedenkova hatte Augsburgs Spitzenspielerin Michaela Pochabova, die nach gutem Beginn und Satzgewinn den zweiten Satz abgab und erst im Match-Tiebreak den Punkt für Augsburg festmachen konnte. Ähnlich erging es Michaela Pastikova an Position drei, die gegen eine äußerst hart schlagende Mia Buric erst in den Tie-Break des zweiten Satzes musste und dann in den Match-Tiebreak, den sie schließlich mit einer herausragenden kämpferischen Leistung und einem Quäntchen Glück mehr für sich entschied. Kein Problem hatte Caroline Nothnagel an fünf, die ihr Match trotz einer Verletzung souverän mit 6:3, 6:3 gewann.
Somit war Nothnagels Wunsch-Zwischenergebnis nach den Einzeln mit 6:0 erreicht und man konnte locker in die Doppel gehen. Die Doppel zwei und drei mit Michaela Pastikova/Caroline Nothnagel (6:2, 6:1) und Ana Timotic/Laura Dell’Angelo (6:1, 6:4) waren eine klare Sache für die TCA-Damen. Nur im Spitzendoppel fehlte nach 6:7 und 6:2 im Match-Tiebreak ein bisschen Glück für eine insgesamt lupenreine Revanche. Aber Uwe Nothnagel war auch über das 8:1 überaus glücklich und bedankte sich für die Leistung seiner „Mädels“ (S.B.)

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TCA verliert in Berlin klar mit 0:9
Gastgeberinnen zu stark aufgestellt
Für das Spiel gegen Blau Weiß Berlin hatte sich Teammanager Uwe Nothnagel nicht allzu viel ausgerechnet, musste er doch auf einige der Topspielerinnen verzichten. So traten die TCA-Damen gegen eine ausgezeichnet aufgestellte Berliner Mannschaft an – und zwar mit Michaela Pochabova, Ana Timotic, Caroline Nothnagel, Laura Dell’Angelo, Sophie Lohscheid (im Foto) und Amelie Paclik. Wie nominell überlegen die Gastgeber waren, zeigt die Tatsache, dass nur die Augsburger Nr. eins an diesem Spieltag – Michaela Pochabova – in der Deutschen Rangliste höher eingestuft ist als die Berliner Nr. sechs.
So war es kein Wunder, dass alle Einzel an die Gastgeberinnen gingen. Allerdings – darauf leg Uwe Nothnagel Wert – waren alle Matches hart umkämpft und keine seiner Damen reine Punktelieferanten. Caroline Nothnagel beispielsweise war von der Berlinerin Kveta Peschke erst im Tiebreak zu überwinden.
Die Überlegenheit Berlins kam in den Doppeln noch stärker zum Ausdruck und so blieben den TCA-Spielerinnen nur einige Ehrenpunkte. Am Ende stand es nicht unerwartet 0:9 bei 39:109 Spielen, aber die Mannschaft fuhr trotzdem guten Mutes nach Augsburg zurück. Insbesondere die jungen Spielerinnen Sophie Lohscheid und Amelie Paclik hatten die Erfahrung gemacht, dass sie gegen Spitzenspielerinnen in der zweiten Bundesliga zwar noch nicht gewinnen, aber bereits gut mitspielen können (S.B.)
Klasse Auftritt der TCA-Damen in der eingleisigen Bundesliga
Starke kämpferische Leistung gegen Hamburg wird mit einem glücklichen 6:3-Endergebnis belohnt
Richtig eingeschätzt hatte Teammanager Uwe Nothnagel die Stärke der Gäste aus dem Norden, vom „Club an der Alster“ aus Hamburg, denn er musste schon hochkarätige Spielerinnen aufstellen, um ihnen Paroli bieten zu können. Souverän meisterte die beim TC Augsburg an Position eins gesetzte Michaela Pochabova bei ausgesprochen kühlem Wetter ihre Aufgabe, indem sie die für Hamburg spielende Italienerin Lisa Sabino mit 6:1 und 6:1 vom Platz fegte. Auch die erstmalige Nominierung der Slowenin Tadeja Majeric an Position zwei erwies sich als Glücksgriff, denn es gelang ihr mit solidem, geduldigem Spiel die Angriffe der erst 15-jährigen Carina Witthöft abzuwehren und das Match mit 6:4, 6:4 für Augsburg zu gewinnen.
Schwer tat sich dagegen Michaela Pastikova (Pos. 3) mit der Hamburgerin Linda Berlinecke, der sie am Ende mit 6:7 und 5:7 knapp die Punkte überlassen musste. An Pos. 4 hatte es Caroline Nothnagel mit Jennifer Witthöft zu tun, die sich heftig zur Wehr setzte. Aber Caroline setzte sie mit hart geschlagenen Grundlinien-Bällen unter starken Druck und siegte schließlich deutlich mit 6:3 und 6:1.
Laura Dell’Angelo hatte nicht ihren besten Tag erwischt und mit Nina Wellnitz eine stark aufspielende junge Gegnerin mit großem Siegeswillen auf der anderen Seite. Sie verlor den ersten Satz 4:6, konnte den zweiten mit 6:3 für sich entscheiden und hatte im Match-Tiebreak halt nicht das Quäntchen Glück, um ihn für Augsburg gewinnen zu können. Auch Sophie Lohscheid konnte ihr Match gegen Claudia Hoffmann-Timm nicht gewinnen (1:6, 2:6). Sie brachte nicht die nötige Konstanz auf den Platz – kein Wunder, denn sie musste am darauffolgenden Tag ihre Abiturprüfung schreiben.
So stand es nach den Einzeln 3:3 und wie so oft musste die Begegnung in den Doppeln entschieden werden. Und diese Entscheidung entwickelte sich zum wahren Krimi, denn Minuten vor Schluss der letzten Begegnung war eigentlich noch alles offen. Mal sah es nach einem Sieg für die Gäste aus, dann wieder nach einem Heimsieg.
Das Einser-Doppel mit Michaela Pochabova und Carolin Nothnagel legte gleich furios los und buchte den ersten Satz mit 6:1 für sich, bis dann die Hamburgerinnen konterten und den zweiten 7:5 gewannen. Auch im entscheidenden Match-Tiebreak war mal Hamburg, mal Augsburg vorne, aber am Ende siegten die TCA-Mädels mit etwas mehr Glück.
Jetzt brauchte Augsburg nur noch einen Sieg aus den anderen beiden Spielen. Aber das Zweier-Doppel mit Tadeja Majeric und Laura Dell’Angelo tat sich unerwartet schwer gegen ihre unbeschwert aufspielenden jungen Hamburger Gegnerinnen. Der erste Satz ging 3:6 verloren, aber der zweite konnte mit 6:4 knapp gewonnen werden. Auch hier musste der Match-Tiebreak entscheiden. Und hier hatten die Augsburgerinnen wieder knapp das bessere Ende für sich.
Damit war die Begegnung für die TCA-Spielerinnen gewonnen, aber auch Michaela Pastikova und Sophie Lohscheid wollten ihr Erfolgserlebnis haben. Sie gewannen den ersten Satz 6:3, verloren den zweiten 3:6 und so musste auch hier der Match-Tiebreak herhalten. Vielleicht war es Glück, vielleicht ein bisschen mehr Erfahrung auf Augsburger Seite. Auf jeden Fall steuerte Michaela mit ihren blitzschnellen Netzattacken immer wieder einen unerwarteten Punkt zum Augsburger Vorteil bei und am Ende gewann die Mädels auch den dritten Match-Tiebreak zum sensationellen 6:3-Endstand für die Gastgeber.
„Oft könnt ihr das nicht mit mir machen!“ lautete Uwe Nothnagels Kommentar bei seiner Gratulation an seine Truppe und spielte damit auf sein angegriffenes Nervenkostüm an. Aber er freute sich mit seinen Spielerinnen und Trainer Milan Krivohlavek über einen glücklichen, vielleicht vom Ergebnis her etwas zu hoch ausgefallenen Auftaktsieg in der eingleisigen zweiten Bundesliga. Dies ließ ihn fast vergessen, dass sich bei dem kalten Wetter nur wenige Tennisbegeisterte auf der Anlage am Siebentischwald eingefunden hatten. Schade, es hätte sich gelohnt. (S.B.)
Schwäbischer Meistertitel für 
Caroline Nothnagel
In dem vom TC Günzburg aus Anlass seines 60-jährigen Bestehens ausgerichteten Wettbewerb konnte in der Damenklasse Caroline Nothnagel vom TC Augsburg Siebentisch ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Souverän spielte sie sich durch das Turnier und traf im Endspiel auf Melanie Hafner vom TC Schießgraben, die sie eindrucksvoll mit 6:1, 6:0 besiegte.
