Bericht der AZ vom 12. Juli 2010

Eine gelungene Familienfeier

 

TCA Warum Laura dell’Angelo so gerne und so erfolgreich beim TCA spielt. Gestern siegte man 5:4 gegen Luitpoldpark

 

Laura dell'AngeloAm Ende war es dann für Laura dell’Angelo doch ein relativ leichtes Spiel. Mit 6:2 und 6:2 setzte sich die Tennisspielerin des TC Augsburg gestern gegen Katharina Bräutigam durch und sorgte für die 1:0-Führung des Zweitligisten beim Heimspiel gegen den TC GW Luitpoldpark München. Am Ende gewann der TCA mit 5:4 und schloss die Liga als bester süddeutscher Verein auf Platz fünf ab.

 

Wieder einmal betätigte sich die 29-jährige Italienerin als konstante Punktesammlerin. Alle sieben Punktspiele bestritt sie, fünf Mal ging sie als Siegerin vom Platz. Im Doppel feierte sie sechs Siege. Auf Laura dell’Angelo ist halt einfach Verlass. Und das schon seit 2003. Damals, als sie mit der Profi-Tour aufhörte, kam sie zum TCA – und blieb. „Der TCA ist meine Familie“, sagt sie und lacht. „Laura ist unsere gute Seele und unser Ruhepol“, sagt Team-Manager Uwe Nothnagel. Er hat einen Teil seiner Aufgaben an seine Tochter Caroline und an Laura dell’Angelo abgegeben. „Das ist wichtig für mich. Sie entlasten mich und sie haben das Ohr an der Mannschaft.“ Und Laura hilft gerne. „Für mich ist es wichtig, auch außerhalb des Platzes etwas zu tun. Es ist sehr interessant“, sagt die Inhaberin einer Tennisschule in München. Genau solche Spielerinnen wie dell’Angelo oder Nothnagel machen das Herz des Teams aus und sorgen auch für Akzeptanz im Klub. Nicht alle Mitglieder beim TCA, wie auch in vielen anderen Vereinen, stehen dem Spitzentennis positiv gegenüber.

 

Früher wurde der, egal ob Männer oder Frauen, über den Verein finanziert, heute ist das Zweitliga-Team autark. Doch die Etats sind nicht leicht zu finanzieren. In dieser Saison wurde erstmals auch in der 2. Liga eingleisig gespielt. Sportlich wollte man die Liga aufwerten. „Viel hat man davon nicht bemerkt“, sagt dell’Angelo. Dafür stehe der enorme Aufwand nicht. Und so formiert sich, angeführt vom TC Luitpoldpark München, unter den Tennisvereinen schon Widerstand. Sie wollen die zweigleisige Bundesliga schon in der kommenden Saison zurück. Dessen Präsident Jochen Laass zählt zu den vehementesten Verfechtern der Rückkehr.

 

Gestern sah er aber noch auf der Anlage am Siebentischwald die 4:5-Niederlage seiner Frauen gegen den TCA. 4:2 führte der TCA nach den Einzeln, die Doppel wurden angesichts der Hitze nicht mehr gespielt und aufgeteilt. Übrigens: Das Doppel Nothnagel/dell’Angelo wurde für den TCA gewertet. Für dell’Angelo der vorläufige Abschluss eines tollen Tennis-Sommers. Mit ihrem neuen Freund, dem Trainer von Philipp Petzschner, feierte sie den Wimbledon-Sieg im Doppel, und beim Sieg ihrer Freundin Francesca Schiavone bei den French Open war sie live dabei. „Ich habe schon immer gewusst, dass sie das Zeug dazu hat. Es war eine Kopfsache und jetzt hat sie den kleinen Schalter umgelegt“, sagte dell’Angelo. Sie ist der Grund dafür, warum Schiavone beim TCA seit 2008 als Nummer eins geführt wird. Einmal trat sie für den TCA bisher an. Ob sich das wiederholt? „Man soll nie nie sagen“, sagt dell’Angelo. Ob dann in der ein- oder zweigleisigen 2. Liga, wäre egal. Für ein volles Haus wäre gesorgt.

 

TCA – Luitpoldpark München 5:4

Majeric – Bachmann 6:4, 4:6, 10:7; Pastikova – C. Klaschka 5:7, 4:6; Timotic – Hoffmann 6:1, 3:6, 6:10; Balducci – Hoch 7:6, 6:0; Nothnagel – Thiem 6:1, 6:2. Die Doppel wurden 2:1 für Luitpoldpark gewertet.

 

 

 


Bericht der AZ vom 10. Juli 2010

TCA fährt lieber zweigleisig

 

Tennis Noch vor dem letzten Spiel am Wochenende steht der Modus in der Kritik

 

VON ROBERT GÖTZ

 

Caroline u Uwe NothnagelWenn es nach Uwe Nothnagel geht, dann fahren die Zweitliga-Tennisspielerinnen des TC Augsburg in der kommenden Saison wieder zweigleisig. Zwar steht das letzte Saisonspiel zu Hause gegen den TC Luitpoldpark München am Sonntag (ab 11 Uhr) noch an, doch da der TCA schon lange den Klassenerhalt geschafft hat, blickt der Manager schon weiter in die kommende Saison. Und da hätte ein Großteil der Vereine gerne eine Modusänderung. Sie wollen wieder eine in Nord und Süd zweigeteilte 2. Bundesliga. Dazu zählt auch der TCA. „Man muss sich fragen, ob der zeitliche und wirtschaftliche Mehraufwand gegenüber der sportlichen Aufwertung lohnt“, sagt Nothnagel.

 

Wohl eher nicht. „Es kommen auch nicht mehr Zuschauer, wenn wir gegen Essen oder Berlin spielen. Fakt ist, es zieht nicht die Mannschaft, sondern wenn dann einzelne Spielerinnen“, hat Nothnagel in dieser Saison festgestellt.

 

Und mit dieser Meinung ist er nicht allein. So hoffen die meisten Vereine, dass beim Verbandstag im Herbst die Liga wieder geteilt wird.

 

Sportlich war Nothnagel mit der abgelaufenen Spielzeit mehr als zufrieden: „Gerade die Konstanz unserer eigenen Spielerinnen wie Caroline oder Laura dell’Angelo hat mich überrascht. Auch unsere jungen Spielerinnen haben sich gut verkauft, auch wenn man gemerkt hat, dass sie in der 2. Liga schon noch ihre Zeit brauchen. Insgesamt hatten wir eine gute Mischung.“

 

Und die soll am Sonntag vor heimischer Kulisse noch einmal für einen Sieg sorgen. Nothnagel: „Wir könnten mit einem Sieg noch Ettlingen und Ratingen verdrängen. Aber wir werden keine großen Kopfstände dafür machen, wir wollen uns einfach ordentlich verabschieden.“

 

Ein Wiedersehen gibt es am Sonntag auch, wenn die ehemalige TCA-Spielerin Carmen Klaschka mit Luitpoldpark wieder einmal auf der schönen Anlage am Siebentischwald gastiert.

 

 


Bericht der AZ vom 3.7.2010

 

Weltklasse im Verein, aber nicht auf dem Platz

 

Tennis TCA hat Spitzenspielerinnen, die aber nicht zum Einsatz kommen

 

Uwe Nothnagel hat in dieser Saison ein feines Näschen bewiesen. Wenn der Manager des TC Augsburg auf seine Setzliste schaut, dann liest sich das wie die Crème de la Crème der derzeit weltbesten Tennisspielerinnen. An Nummer eins steht Francesca Schiavone, die French-Open-Gewinnerin, an Nummer zwei Petra Kvitova. Für die Tschechin war bei Wimbledon am Donnerstag erst im Halbfinale Schluss. Zu sehen werden diese Ausnahmespielerinnen auf der Anlage des Zweitligisten allerdings nicht sein. Auch nicht am Saisonfinale am 11. Juli zu Hause gegen Grün-Weiss Luitpoldpark München. „Das ist nicht machbar“, sagt Nothnagel.

 

Doch noch bevor der letzte Ball gespielt ist, wird die Eingleisigkeit der Liga aber wieder infrage gestellt: „Es gibt Srömungen, die die Liga wieder zweigeteilt haben wollen“, so Nothnagel. Er selbst sei aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund des enormen Zeitaufwands dafür, die Neuerung zurückzunehmen. „Auch wenn es wunderbare Fahrten waren.“

 


Bericht der AZ vom 1. Juli 2010

 

Tennis Die Tschechin, die Spielrecht für den TC Augsburg besitzt, für diesen Verein allerdings noch nie antrat, steht im All England Club im Halbfinale. Jetzt gegen Serena Williams

 

VON HERBERT SCHMOLL

 

Francesca Schiavone ist beim Tennis-Zweitligisten TC Augsburg auf Ranglistenplatz eins geführt. Die Italienerin gewann kürzlich sensationell die French Open in Paris. In dieser Woche sorgte die Nummer zwei der TCA-Frauen, Petra Kvitova aus Tschechien, ebenfalls für große Schlagzeilen. Sie zog beim Turnier in Wimbledon durch einen 4:6, 7:6 (10:8), 8:6-Sieg gegen Kaia Kanepi ins Halbfinale ein. Es war ein Tennis-Krimi, denn im entscheidenden Satz lag Kvitova bereits mit 0:4 zurück und drehte dieses Match doch noch zu ihren Gunsten.

 

„Ein Riesenerfolg für die Petra“, strahlte gestern TCA-Manager Uwe Nothnagel mit der Sommersonne um die Wette. Die 20-Jährige besitzt in der dritten Saison das Spielrecht für den Frauen-Zweitligisten, zum Schläger gegriffen hat sie für den TCA allerdings noch nie. „Das ließ sich bisher leider nicht realisieren“, erklärte Nothnagel. In der vergangenen Saison hatte jedoch nur eine Verletzung einen Einsatz der Tschechin verhindert. Zum Training ist Kvitova aber schon einige Male im Siebentischwald gewesen.

 

Damals war Richard Vogel Trainer der TCA-Frauen. Vogel, in Personalunion auch Manager und Übungsleiter bei den Bundesliga-Männern des TC Amberg am Schanzl, lotste Kvitova nach Augsburg. „Solche Spielerinnen kann man nur durch persönliche Kontakte holen“, sagt Uwe Nothnagel.

 

Jetzt trifft Kvitova auf Serena Williams

Im Londoner Tennis-Mekka überzeugte Kvitova – derzeit die Nummer 62 der Weltrangliste – von Beginn an. Fachleute gehen jetzt allerdings davon aus, dass für die Augsburger Nummer zwei am heutigen Donnerstag Endstation ist. Denn sie trifft in der Runde der besten vier Spielerinnen auf Titelverteidigerin Serena Williams. Die Amerikanerin geht als haushohe Favoritin auf den Rasen. Im bisher einzigen Vergleich dieser beiden Spielerinnen siegte die Nummer eins der Weltrangliste bei den Australian Open Anfang des Jahres. „Da ging es sehr schnell“, erzählte Kvitova, „natürlich bin ich auch jetzt nicht die Favoritin. Also habe ich nichts zu verlieren.“

 

Sowohl Schiavone, die bereits einmal für den TCA spielte, als auch Kvitova werden wohl auch im kommenden Jahr auf der TCA-Mannschaftsliste stehen. „Und vielleicht sogar mal spielen“, hofft Uwe Nothnagel, „wenn wir wieder in der Bundesliga sind“. Die Augsburger Tennisfans wären begeistert.

 

Auf Ranglistenplatz 3 ist bei den Augsburgerinnen mit Elena Camerin eine weitere Italienerin notiert. Auch sie war noch nie für den TCA im Einsatz. Camerin (25) ist ebenfalls im internationalen Tenniszirkus unterwegs. Bei diesen Voraussetzungen scheint ein großen Erfolg nur eine Frage der Zeit zu sein.

 

Petra Kvitova

Geb. 8. März 1990 in Tschechien

2006 Beginn der Profi-Laufbahn

Weltranglistenplatzierung 62

Größte Erfolge

Grand-Slam-Achtelfinaleinzug bei
den French Open (2008) und US
Open (2009); Halbfinale in Wimble-
don (2010); ein Sieg WTA-Tour
(2009); sieben Siege ITF-Tour

 


Bericht der AZ vom 28. Juni 2010

Überraschung knapp verpasst

Tennis Zweitliga-Frauen des TCA verlieren gegen Essen knapp mit 4:5

 

Das Spiel verloren, aber den Klassenerhalt geschafft – diese Bilanz zogen die Zweitliga-Spielerinnen des TC Augsburg nach der knappen 4:5-Niederlage am vorletzten Spieltag gegen den ETuF Essen. Weil parallel der Hamburger Club an der Alster gegen Berlin verlor, sind die Augsburgerinnen ab sofort auf der sicheren Seite und werden auch im nächsten Jahr in der zweiten Liga antreten können.

 

Die Mannschaft von Teammanager Uwe Nothnagel hatte gegen Essen sogar fast eine Überraschung auf dem Schläger. In den Einzeln erarbeitete sich sein Team gegen den Tabellendritten ein 3:3. Ana Timotic, Caroline Nothnagel und Laura dell’Angelo sorgten jeweils im Match-Tiebreak für die Punkte. „Das zeigt unsere guten Nerven. Es ist eine sehr schöne und positive Überraschung“, freute sich Uwe Nothnagel über den guten Auftakt gegen den Tabellendritten. Nothnagel ahnte aber schon, dass sich dieser Trend in den Doppeln nicht würde fortsetzen lassen. Zumal sich die Gegnerinnen steigerten und personell wie spielerisch noch eine Schippe drauflegten.

 

So rückte bei Essen für die Deutsche Imke Küsgen eine zweite Niederländerin ins Team. Bernice van de Velde ließ den TCA-Spielerinnen Pastikova und Lohscheidt mit einem 6:1, 6:2 an der Seite von Angelique van der Meet keine Chance. Auch dem TCA-Spitzendoppel Ana Timotic und Alice Balducci wurden beim 2:6, 2:6 die Grenzen aufgezeigt. Den vierten Match-Punkt für die Augsburgerinnen holten erneut Caroline Nothnagel und Laura dell’Angelo, die nach einem 6:4 und 1:6 einmal mehr im 10:6 über den Match-Tiebreak erfolgreich waren.

 

Tennis kompakt

2. Bundesliga Frauen
ETuF Essen – TC Augsburg 5:4

Einzel Tchalova – Pastikova 6:0, 6:0; Roesch – Timotic 7:6, 5:7, 6:10; van der Meet – Balducci 6:4, 6:3; Etzel – Nothnagel 3:6, 6:4, 6:10; Küsgen – dell’Angelo 6:4, 4:6, 9:11; Jacob – Lohscheid 6:0, 6:2
Doppel Tchalova/Roesch – Timotic/Balducci 6:2, 6:2; van der Meet/van de Velde – Pastikova/Lohscheid 6:1, 6:2; Etzel/Jakob – Nothnagel/dell’Angelo 6:4, 1:6, 6:10

 

 


Zeitungsbericht der AZ vom 26. Juni 2010

VON ROBERT GÖTZ

 

Wenn Uwe Nothnagel über die Anlage des ETUF Essen spricht, dann kommt der Manager des TC Augsburg ins Schwärmen. „Das ist eine der schönsten Anlagen Deutschlands.“ Direkt am Baldeneysee gelegen, in einem Golfclub eingebettet, liegen 19 Frei- und 3 Hallenplätze.

 

Doch der TCA will am Sonntag (10 Uhr) nicht nur die Landschaft genießen, sondern dem Aufstiegskandidaten das Leben richtig schwer machen. Denn die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet liegt als Tabellenzweiter gut im Rennen um die zwei Aufstiegsplätze. „Wir können befreit aufspielen und mal schauen, was sich ergibt“, sagt Nothnagel. Er wird mit der Besetzung Michaela Pastikova, Ana Timotic, Alice Balducci, Caroline Nothnagel, Laura dell’ Angelo und Sophie Lohscheid antreten. „Hinten haben wir sicherlich gute Chancen, und auch im Doppel sind wir gut aufgestellt“, hofft Nothnagel auf eine Überraschung. Mit zwei Siegen hat der TCA sein Soll bereits erfüllt, der Abstieg ist damit eigentlich kein Thema mehr.

 


Zeitungsbericht der AZ vom 14. Juni 2010

TCA gehen die Spielerinnen aus


Personalmangel beim 3:6 in Ratingen

 

Die Hiobsbotschaft erreichte Uwe Nothnagel so spät, dass der Manager des TC Augsburg nicht mehr reagieren konnte. Der Tennis-Zweitligist war mit nur fünf Spielerinnen zum Auswärtsspiel beim TC GW Ratingen angereist, Tadeja Majeric sollte direkt aus Maribor kommen.

 

Doch die Slowenin kam nicht, sie liegt mit Verdacht auf Bänderriss in einem Krankenhaus in Maribor. „600 Kilometer von zu Hause weg und nur zwölf Stunden vor Beginn des Matches konnten wir nicht mehr reagieren“, bedauerte Nothnagel. So mussten alle Spielerinnen eine Position nach oben rücken, ein Einzel und ein Doppel kampflos abgegeben werden. Dennoch schlug sich der TCA tapfer und verlor „nur“  mit 3:6.

 

„Angesichts der Umstände haben wir uns toll verkauft, aber man muss auch fairerweise sagen, dass Ratingen nach unseren Problemen personell auch nicht in Bestbesetzung gespielt hat. Da haben sie einfach Geld gespart, als sie ihre Besten nicht eingesetzt haben“, blieb Nothnagel realistisch. Ihn freute der Sieg von Laura Dell’Angelo und Michaela Pastikova, aber auch die große Gegenwehr der anderen Spielerinnen.

 

Fast genauso wichtig wie die eigene Partie waren für Nothnagel auch die Zwischenstände der anderen Partien. „Da Ettlingen klar in Wahlstedt verloren hat und Luitpoldpark in Hamburg gewonnen hat, können wir beim letzten Spieltag zu Hause gegen die Münchnerinnen alles klarmachen.“

 

Zuvor muss der TCA aber noch in Essen antreten. Die Erfolgsaussichten sind da aber gering. (ötz/AZ)

 


Bericht der AZ vom 12. Juni 2010

TCA muss auswärts ran

 

TC Augsburg Mit zwei Siegen sind die Zweitliga-Frauen um Teammanager Uwe Nothnagel vor dem Match am Sonntag beim Tabellensechsten TC Ratingen schon fast auf der sicheren Seite. Weil seine ausländischen Spitzenkräfte Pochabova und Timotic anderweitig im Einsatz sind, nimmt Nothnagel mit Sophie Lohscheidt und Verena Schweyer zwei Talente aus der zweiten Mannschaft mit. „Wir schauen, dass wir uns dort möglichst achtbar aus der Affäre ziehen, und setzen dann alles daran, beim letzten Heimspiel am 11. Juli noch einen Sieg einzufahren“, so Nothnagel.

 


 

Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 5. Juni 2010

 

VON ROBERT GÖTZ

 

Uwe Nothnagel hat heute einen Pflichttermin. Wenn heute ab 15 Uhr das Finale der French Open beginnt, dann sitzt der Manager der Zweitliga-Tennisspielerinnen des TC Augsburg vor dem Bildschirm. Denn mit Francesca Schiavone (29) steht die aktuelle Nummer eins der Spielerliste des Zweitligisten im Endspiel. Nothnagel drückt die Daumen und hat insgeheim einen Traum: seine Nummer eins als French-Open-Siegerin auf die TCA-Anlage im Siebentischwald zu holen.

 

Teil eins ist durchaus machbar, meint Nothnagel: „Francesca ist die wohl athletischste Spielerin der Tour. Sie ist eine Sandplatzspezialistin und hat einen sehr unorthodoxen Stil.“ Allerdings gilt ihre Konkurrentin Samantha Stosur (Australien), als Favoritin.

 

Die Erfüllung des zweiten Teiles des Nothnagel’schen Traumes scheint fast noch unrealistischer. Seit 2008 steht Schiavone auf der TCA-Liste, doch gelang dem TCA dieser Coup nur auf Grund persönlicher Beziehungen. „Francesca spielt nur für uns, weil Laura Dell’Angelo eine sehr, sehr gute Freundin von ihr ist“, will sich Nothnagel nicht mit fremden Federn schmücken.

 

Dell’Angelo zählt schon seit Jahren zur Stammbesetzung des TCA und hat vor zwei Jahren ihren guten Draht zu Schiavone spielen lassen. Beide gingen eine Zeitlang gemeinsam auf die Tennistour. Auch beim bisher einzigen Einsatz vor genau zwei Jahren für den TCA spielte die Freundschaft und nicht das Antrittsgeld eine Rolle. „Francesca hat uns nur wegen Laura geholfen“, sagt Nothnagel.

 

Es war vor genau zwei Jahren am 8. Juni 2008. Der Bundesliga-Aufsteiger benötigte damals einen hohen Sieg beim TC WattExtra Bocholt, um die Klasse zu halten. Fußball-Fan Schiavone, sie steht auf Inter Mailand, kam direkt von den French Open nach Bocholt. Am Ende gewann der TCA mit 5:4, musste aber trotz Schiavone absteigen. Nothnagel schwärmt aber heute noch von der Begegnung. „Francesca hatte überhaupt keine Starallüren. Sie kam ohne Betreuer, hatte überhaupt keine Sonderwünsche. Sie hat mit uns beim Abendessen in Bocholt gefeiert, fuhr dann mit uns im Bus nach Augsburg, um am nächsten Tag von München aus nach Mailand zu fliegen.“

 

Der Siegeszug der kleinen Italienerin, die an Gianna Nannini erinnert, hat auch die Kluboberen des TCA aufgeweckt. „Ich habe schon Anrufe bekommen, ob es nicht möglich wäre, dass Francesca für ein Spiel kommen würde“, erzählt Nothnagel. Als einzig möglicher Termin käme der Saisonabschluss am 11. Juli in Frage. Dann spielt der TCA zu Hause gegen den TC GW Luitpoldpark München. Nothnagel hat im Internet schon recherchiert. „Am 3. Juli endet Wimbledon, am 12. Juli startet dann das Turnier in Prag. Es wäre also theoretisch möglich.“ Und praktisch? Nothnagel bleibt Realist: „Wenn sie kommt, dann nur wegen ihrer Freundschaft zu Laura. Es wäre ein reiner Freundschaftsdienst. Wir wollen uns da keine Jacke anziehen, die uns nicht passt.“

 

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Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 31. Mai 2010

                                

   

 

  

      

VON WOLFGANG LANGNER

 

Land unter auf der Tennis-Anlage des TC Augsburg. 45 Minuten lang spielten die Zweitliga-Frauen des TCA gegen den Favoriten TC Rot-Weiss Wahlstedt unter einem leichten „Schnürlregen“, doch dann kübelte es wie aus Eimern und der Tennis-Tross zog nach nebenan in die trockene Halle um.

 

Die Laune wurde dadurch allerdings nicht besser. Obwohl die TCA-Frauen phasenweise gute Leistungen boten, war der Gegner aus Schleswig-Holstein dennoch ewas besser und gewann mit 7:2. Team-Manager Uwe Nothnagel, der auf Timotic und Pochabova verzichten musste, rechnete sich schon vor den Spielen nicht viel aus: „Wir müssen realistisch sein. Wahlstedt ist eigentlich besser.“

 

Für Nothnagel läuft alles planmäßig

 

So kam es dann auch. Bereits nach den Einzeln war eigentlich alles gelaufen. Die Wahlstedter führten 5:1. Lediglich Laura Dell’Angelo konnte ihre Gegnerin Lydia Steinbach (1:6, 6:3, 10:8) besiegen. Dennoch war Nothnagel nicht unzufrieden: „Wir haben uns in den Einzeln gut verkauft. Es waren einige enge Partien darunter, aber aufgrund unserer Aufstellung war einfach nicht mehr zu erwarten.“

 

In den Doppeln verlor das Doppel Tadeja Majeric und Michaela Pastikova mit 6:4, 4:6 und 2:10 etwas unglücklich. Dennoch läuft für Nothnagel noch alles planmäßig. Zwei Siege und zwei Niederlagen ist die bisherige Bilanz des TCA: Damit liegen wir absolut im Soll. Unser Ziel war und ist der Klassenerhalt. Und ich denke, da sieht es ganz gut aus. Drei Spiele in Ratingen, in Essen und zuhause gegen Luitpoldpark stehen beim TC Augsburg jetzt noch auf dem Restprogramm.

 

Tennis kompakt

2. Bundesliga: TCA – TC RW Wahlstedt 2:7

Einzel Majeric – Martinovic 5:7, 6:4, 6:10; Pastikova – Bogdan 4:6, 6:4, 7:10; Nothnagel – Schäfer 4:6, 2:6; Dell’Angelo – Steinbach 1:6, 6:3, 10:8; Reibmayr – Paetow 3:6, 0:6; Paclik – Nowak 1:6, 0:6

Doppel Majeric/Pastikova – Martinovic/Bogdan 6:4, 4:6, 2:10; Nothnagel/Dell’Angelo – Steinbach/Paetow (beim Stande von 2:1 für den TCA Aufgabe von Wahlstedt); Reibmayr/Paclik – Schäfer/Nowak 2:6, 1:6

 


Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 29. Mai 2010

 

 

 

VON ANDREA BOGENREUTHER

 

Eine harte Nuss zu knacken haben die Tennisspielerinnen des TC Augsburg in ihrem nächsten Heimspiel am Sonntag gegen den TC Rot-Weiß Wahlstedt. Der Tabellenzweite der zweiten Bundesliga hat sich in den bisherigen drei Saisonspielen noch keinen Patzer erlaubt und wird auch auf den Plätzen des TCA auf dessen vereinseigener Anlage im Siebentischwald mit einer starken Truppe an den Start gehen. Der Spieltag beginnt um elf Uhr mit den Einzeln.

 

Aushängeschilder der Gäste sind Sandra Martinovic (Bosnien-Herzegowina) und Elena Bogdan (Rumänien), die ebenso wie ihre deutsche Kollegin Anne Schäfer keine einzige ihrer bisherigen Partien verloren hat. Die Gastgeberinnen vom TC Augsburg müssen sich ihrerseits aber auch nicht verstecken, liegen sie doch nach zwei Siegen gegen Ettlingen und Hamburg sowie einer Niederlage gegen Tabellenführer Berlin auf dem derzeitigen dritten Platz und haben vor allem mit dem engagiert erkämpften 8:1 gegen Ettlingen ausreichend Selbstbewusstsein getankt. Trotzdem wollen TCA-Manager Uwe Nothnagel und sein Team am Sonntag „realistisch“ in die Begegnung gehen, schließlich gehört Wahlstedt zu den Topfavoriten auf Meisterschaft und Aufstieg.

 

Timotic, Pochabova und Majeric in Italien

 

Zudem muss das Team aus Augsburg voraussichtlich auf ein wichtiges Trio verzichten. So weilt Ana Timotic bei einem Ligaspiel in Italien und auch Michaela Pochabova und Tadeja Majeric sind bei einem Turnier in südlichen Gefilden im Einsatz. „Wen wir am Sonntag einsetzen können, wird sich nach dem sportlichen Verlauf der Woche ergeben“, sagt Nothnagel. Er geht davon aus, dass neben den Stammspielerinnen Michaela Pastikova, Laura Dell’Angelo und Caroline Nothnagel auch mal die Österreicherin Isabella Reibmayr ihre erste Einsatzzeit in der aktuellen Saison bekommt.

 

Obwohl noch unklar ist, ob auch im Wahlstedt-Team wichtige Spielerinnen fehlen, will Nothnagel keine falschen Hoffnungen wecken. „Wir wollen uns ordentlich aus der Affäre ziehen. Sollte sich dann doch eine Konstellation ergeben, dass wir rankommen, werden wir wieder auf unseren Teamgeist setzen.“ Jeder Punkt und jeder gewonnene Satz könne schließlich in der Abrechnung am Ende der Saison wichtig sein.

 

 

 


Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 25. Mai 2010

Neuzugang Tadeja Majeric sorgt bei den Zweitliga-Frauen des TCA für sichere Punkte. Gegen den Ski-Club Ettlingen punktete die Slowenin ebenso wie ihre Mannschaftskameradinnen im Einzel. Am Ende gewann der TCA mit 8:1 und belegt nun den dritten Platz in der zweiten Liga.

 

Geglückte Revanche

 

Tennis Zweitligafrauen des TC Augsburg bezwingen den Ski-Club Ettlingen mit 8:1 und liegen nun auf Tabellenplatz drei – trotz einer 0:9-Niederlage in Berlin.

 

VON ANDREA BOGENREUTHER

 

Um Längen besser als erwartet lief die Revanche für die Frauen des Tennisclubs Augsburg (TCA). Die Zweitligaspielerinnen hatten aus der vergangenen Saisoon noch eine Rechnung mit dem Ski-Club Ettlingen offen, weil sie nach einer 4:2-Führung nach den Einzeln doch noch verloren hatten. Diesmal ließen sich die Augsburgerinnen den Sieg nicht mehr entreißen. Schon nach den Einzeln stand eine 6:0-Führung zu Buche, die nach fast acht Stunden Spielzeit in einen 8:1-Sieg umgewandelt wurde. Allerdings hatte es zwei Tage zuvor die erwartete Schlappe für die TCA-Frauen gegeben. Beim Meisterschaftsfavoriten TC 1899 Blau-Weiss Berlin verlor das Team deutlich mit 0:9.

 

„Wir haben in Berlin trotzdem eine ordentlich Figur abgegeben. Es war nicht ganz so klar, wie sich das Ergebnis anhört, denn einige Einzel verliefen ganz schön knapp“ bilanzierte TCA-Manager Uwe Nothnagel den Besuch in der Hauptstadt, bei dem er auf Tadeja Majeric (Turnier in Russland) und Michaela Pastikova (Verpflichtung in Prag) verzichten musste.

 

Majeric und Pastikova spielen ihre Erfahrung aus

Die beiden TCAlerinnen waren für das wichtige Heimspiel gegen Ettlingen aber wieder mit an Bord und spielten hier ihre ganze Erfahrung aus. Majeric hatte an Position zwei beim 6:3, 6:3 gegen Svenja Weidemann weniger Mühe als Pastikova gegen Mia Buric. Nach 7:6, 6:7 stand die Partie auf Messers Schneide. Pastikova nutzte im Match-Tiebreak jedoch ihre Chance und holte mit 10:7 noch den Punkt.

 

Grund zur Nervosität wäre beim TCA aber selbst bei einer Niederlage nicht aufgekommen, denn die ersten drei Einzel waren zu diesem Zeitpunkt schon in trockenen Tüchern. Majeric, Timotic und Dell’Angelo hatten die beruhigende 3:0-Führung herausgespielt. „Wir waren anfangs schon nervös, denn das ist ein Gegner, gegen den wir unbedingt gewinnen wollen. Aber alles sieht gut aus. Wir führen, das Wetter ist endlich schön, und Anlage ist gut besucht“, strahlte die gebürtige Italienerin viel Zuversicht aus. Sie sollte recht behalten. Pochabova, Pastikova und die trotz Wadenverletzung verbissen kämpfende Caroline Nothnagel machten mit dem 6:0 in den Einzeln den Sieg schon perfekt. Trotzdem schaltete keine Spielerin in den Doppeln zurück. Stattdessen ging sogar das letzte Doppel noch in den Match-Tiebreak. Hier waren es Pochabova und Majeric, die hauchdünn mit 9:11 den Kürzeren zogen, doch das konnte die Feierstimmung im TCA-Lager nicht mehr trüben.

 

Das Restprogramm

TC Augsburg Siebentisch TC Rot-Weiss Wahlstedt (So., 30. Mai, 11 Uhr)

Ratinger TC Grün-Weiß – TC Augsburg Siebentisch (So., 13. Juni, 11 Uhr)

ETUF Essen – TC Augsburg Siebentisch (So., 27. Juni, 11 Uhr)
TC Augsburg Siebentisch – TC GW Luitpoldpark (So., 11. Juli, 11 Uhr)   

 

 


Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 22. Mai 2010

Konzentration auf Montag

Tennis TCA-Frauen am Samstag in Berlin klarer Außenseiter

 

VON BENJAMIN SIGMUND

 

Nach dem gelungenen Saisonstart mit dem 6:3 Sieg gegen den Club an der Alster steht für die Tennisfrauen des TC Augsburg-Siebentisch am Pfingstwochenende ein Doppelspieltag in der 2. Bundesliga an. Am Samstag tritt das Team zum schweren Auswärtsspiel beim Bundesligaabsteiger TC 1899 Blau-Weiß Berlin an, am Pfingstmontag empfangen die Fuggerstädter den Ski-Club Ettlingen (11 Uhr) auf der Anlage am Siebentischwald.

 

Berlin hat mit einem 7:2 Sieg am ersten Spieltag die Tabellenführung übernommen. Für TCA-Manager Uwe Nothnagel gehören die Berliner zum absoluten Favoritenkreis der Liga. "Wir werden trotzdem alle Register ziehen." Natürlich komme es auch auf die Aufstellung der Berliner an, der Hauptstadtklub verfüge aber über ein enormes Potenzial.

 

Explizit nennt Nothnagel die auf Nummer vier gesetzte Kveta Peschke. Die Tschechin gehöre zu den besten Doppelspielerinnen der Welt. Seit 2007 konzentrierte sich die 34-Jährige auf das Doppel und schaffte es bis auf Position drei der Weltrangliste.

 

Der TCA nahm die lange Reise nach Berlin am Freitag ohne Michaela Pastikova und Tadeja Majeric in Angriff. Die Slowenin bestreitet ein Turnier in Moskau. Dafür ist Ana Timotic wieder mit an Bord.

 

Direkt nach dem Spiel geht es mit dem Auto zurück nach Augsburg. "Denn das Augenmerk liegt auf dem Spiel am Montag gegen Ettlingen", so Nothnagel.

 

Das Team aus der Nähe von Karlsruhe zählt der Manager zu den direkten Kontrahenten im kampf gegen den Abstieg. "Es wird sehr schwer", dennoch zähle nur ein Sieg, so Nothnagel.

 

 


Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 17. Mai 2010

 

 

TCA-Sextett startet durch

 

Tennis Zum Saisonauftakt besiegen die Zweitligafrauen den Club an der Alster aus Hamburg mit 6:3. Alle drei Doppel im Match-Tiebreak erfolgreich

  

VON ANDREA BOGENREUTHER

  

Besser kann die neue Tennissaison in der zweiten Bundesliga für die Frauen des TC Augsburg nicht beginnen: In einer knappen und umkämpften Partie wiesen die Augsburgerinnen den Aufsteiger Der Club an der Alster aus Hamburg mit 6:3 doch noch in die Schranken. Trotzdem stand der Sieg oftmals auf Messers Schneide, da viele Partien im Match-Tiebreak erst zugunsten des TCA entschieden wurden.

    

 

Gastgeberinnen wie Gäste hielten dem frischen Wind und den kühlen Temperaturen eisern stand und kämpften mit viel Einsatz und Leidenschaft um ihre ersten Punkte. TCA-Neuzugang Tadeja Majeric aus Slowenien gewann gegen Carina Witthöft recht sicher nach zwei Sätzen mit 6:4 und 6:4.

    

 

Noch leichteres Spiel hatte die Nummer eins der Gastgeber, Michaela Pochabova. Mit 6:1, 6:1 fegte die 1,84 Meter große Blondine ihre italienische Gegenspielerin Lisa Sabino vom Platz. Auch Caroline Nothnagel behielt in ihrem Einzel die Oberhand. Mit 6:3, 6:1 war die Partie gegen Nina Wellnitz ebenfalls eine klare Sache. „Ich bin noch ein wenig am Arm verletzt. Doch glücklicherweise hat es mir meine Gegnerin heute leicht gemacht“, war Nothnagel zufrieden mit ihrem Zweitliga-Auftakt. Dann musste sie allerdings zusehen, wie ihre Mannschaftskolleginnen Laura Dell’Angelo und Sophie Lohscheid unter die Räder kamen. Für Lohscheid war es einen Tag vor Beginn ihrer Abiturprüfung allerdings auch schwer, sich auf das Sportliche zu konzentrieren. Weil sich auch Michaela Pastikova an der starken Linda Berlinecke die Zähne ausbiss (6:7, 5:7), stand es nach den Einzeln 3:3 und die Partie hätte auch ganz schnell in die andere Richtung kippen können.

  

 

Doch in den anschließenden drei Doppeln, die alle erst knapp im Match-Tiebreak entschieden wurden, zeigten die TCAlerinnen ihre Stärke, die mannschaftliche Geschlossenheit. Mit 11:9, 10:8 und 10:7 drehten sie alle drei Partien zu ihren Gunsten und untermauerten damit ihren Sieg. „Hut ab vor diesen Nerven. Das war ein gelungener Auftakt für das Selbstbewusstsein unserer Mannschaft“, freute sich Teammanager Uwe Nothnagel über die Vorstellung der TCA-Frauen.

 

  

TC Augsburg II

Bei den Bayernliga-Frauen des TC Augsburg läuft es nicht rund. Sie kassierten mit einem 3:6 gegen den TC Glückauf Kropfmühl die zweite Niederlage in Folge und sitzen bereits im hinteren Tabellenteil fest. Zuverlässig Punktelieferanten waren hier die an Nummer eins gesetzte Österreicherin Isabella Reibmayr und Sarah Kundinger.

 

 


Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 15. Mai 2010

TCA setzt auf ausgeprägten
Mannschaftsgeist
  

TENNIS Zweitligaspielerinnen empfangen zum Saisonauftakt Gäste aus Hamburg
  

VON ANDREA BOGENREUTHER

 

Ihre kurze, aber anspruchsvolle, zweimonatige Tennissaison eröffnen die Zweitligafrauen des TC Augsburg am Sonntag mit einem Heimspiel gegen einen Aufsteiger aus dem hohen Norden: den „Klub an der Alster“. Um 11 Uhr beginnen die Spiele gegen die Gäste aus Hamburg auf der vereinseigenen Anlage am Siebentischwald. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht und sind optimistisch“, sagt Teammanager Uwe Nothnagel.

 

Als sportliches Ziel hat er den Klassenerhalt ausgegeben, schließlich treffen nach einer Neuordnung der Liga acht starke Konkurrenten aus ganz Deutschland aufeinander, darunter Klubs aus Berlin, Essen, München und Ratingen. In der vergangenen Saison hatten die TCAlerinnen mit dem dritten Platz in dieser Liga ein beachtliches Ergebnis erzielt. Das könnte in diesem Jahr schwierig werden, denn noch ist nicht abzusehen, wie sich die einzelnen Klubs verstärkt haben.
 

Bei den Augsburgerinnen gab es mit der Slovakin Tadeja Mejeric einen Neuzugang, der am Sonntag bereits zum Einsatz kommt. Verzichten müssen die Augsburgerinnen dagegen noch auf ihre Verstärkungen aus Italien. Sowohl Ana Timotic als auch Alice Balducci sind in der italienischen Liga im Einsatz und stoßen voraussichtlich erst später zur Truppe.
 

Ansonsten hat Manager Nothnagel alle Frauen an Bord und vertraut auch schwerpunktmäßig seinem bewährten Team aus der vergangenen Saison. „Unsere Stärke war damals die mannschaftliche Geschlossenheit. Die wollen wir auch jetzt wieder zeigen.“
 

700 Kilometer lange Anreise
  

Inwieweit sich der Aufsteiger aus Hamburg verstärkt hat, kann Nothnagel nicht sagen. Er glaubt aber, dass die Gäste in der neuen Liga mithalten wollen und entsprechend aufgerüstet haben. Andererseits könnte ihnen die lange Anreise nach Bayern in den Knochen stecken. „Das sind ja immerhin 700 Kilometer. Deshalb reist die Mannschaft auch einen Tag früher an und will noch einmal trainieren“, berichtet Nothnagel von den Vorbereitungen.

 

 


Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 6. Mai 2010

    

Wie schon seit Jahren sind die Tennis-Frauen das Aushängeschild der Vereine aus der Region. Der TC Augsburg will in der 2. Liga eine gute Rolle spielen, genauso wie der TC Schießgraben.
 

TCA will in neuer Umgebung eine gute Rolle spielen

 

 

Tennis Erstes Ziel im eingleisigen Bundesliga-Unterbau ist aber der Klassenerhalt

 

VON ROBERT GÖTZ

 

Die Mannschaftsmeldeliste des TC Augsburg liest sich wie das „Who is who“ der italienischen Tennis-Spitzenspielerinnen. Mit Francesca Schiavone (Nummer 17 der Weltrangliste), Elena Camerin (Nummer 99) und Alice Balducci hat der Tennis-Zweitligist drei Top-Spielerinnen aus dem Lieblings-Urlaubsland der Deutschen gemeldet. Dazu kommen noch die Tschechin Petra Kvitova und die Slowenin Tadeja Majeric, die Team-Manager Uwe Nothnagel aus Großhesselohe nach Augsburg gelotst hat. Ein illustres Feld, die erste Deutsche kommt an Rang neun mit Caronlin Nothnagel.

  

„Wäre das der Maßstab, dann könnten wir in der Bundesliga locker mithalten“, schmunzelt Nothnagel ein wenig, wenn er auf seine prominente Mannschaft angesprochen ist. Doch wie es im Tennis gang und gäbe ist, werden die Augsburger Tennis-Fans die Spitzenspielerinnen in der Saison, die am 13. Mai mit einem Heimspiel gegen den Klub an der Alster aus Hamburg startet, selten zu Gesicht bekommen. Trotzdem verspricht Nothnagel gutes Tennis: „Es wird eine Mischung aus ausländischen und heimischen Spielerinnen geben.“

  

Die guten Kontakte nach Italien hat der TCA durch Laura Dell’Angelo. Die Deutsche mit italienischen Wurzeln, was am Namen unschwer zu erkennen ist, hält dem TCA schon seit Jahren die Treue. Sie gehört quasi zum Inventar. Ob eine ihrer prominenten Freundinnen in Augsburg einmal aufschlagen wird, hängt vom Saisonverlauf und auch vom Girokonto des Zweitligisten ab. „Es ist eine finanzielle Sache, welche Spielerin wir einsetzen können“, gibt Nothnagel unumwunden zu.

  

Das ist in der Branche nichts Ungewöhnliches. Denn Sponsoren stehen im Mannschaftstennis nicht gerade Schlange. Und in Augsburg schon gar nicht. Ganz im Gegenteil. Wie jedes Jahr musste Nothnagel viele Klinken putzen, ehe er den kleinen fünfstelligen Etat unter Dach und Fach hatte.

  

Unterstützung vom Hauptverein gibt es nur sehr wenig, leidet der traditionsreiche TCA doch selbst unter notorischer Geldknappheit. Trotzdem geht Nothnagel optimistisch in die Zweitliga-Saison: „Wir haben uns jetzt in der 2. Liga etabliert, und das wollen wir auch in dieser Saison zeigen.“ Nach dem Abstieg 2008 belegte der TCA in der vergangenen Spielzeit Platz drei.

  

Da war die 2. Liga aber noch zweigeteilt in Nord und Süd. Dies gibt es ab dieser Saison nicht mehr. „Wir sind jetzt acht Mannschaften und haben deshalb ein Spiel mehr. Sportlich finde ich das in Ordnung, um einfach einen besseren Unterbau für die Bundesliga zu schaffen“, sagt Nothnagel.

  

Allerdings ist durch die Verzahnung die Liga auch ausgeglichen wie nie zuvor. „Es ist eine spannende Geschichte. Eigentlich kann jeder ein potenzieller Aufsteiger sein, es kann aber Mannschaften mit dem Abstieg erwischen, die nie damit gerechnet haben.“ Erstes Ziel des TCA ist der Klassenerhalt. Sollte es eng werden für den TCA, egal in was für eine Richtung, wird Nothnagel notfalls doch auf die Italien-Connection setzen. „Dann hoffe ich auf die Unterstützung der vielen Pizzabäcker in Augsburg“, scherzt Nothnagel.

   

 

TC Augsburg

Team 1. Francesca Schiavone (Italien), 2. Petra Kvitova (Tschechien), 3. Elena Camerin (ITA), 4. Tadeja Majeric (neu, Slowenien), 5. Michaela Pochabova (Slowakei), 6. Michaela Pastikova (Tschechien), 7. Ana Timotic (Serbien), 8. Alice Balducci (ITA), 9. Caroline Nothnagel, 10. Laura Dell’Angelo, 11. Sophie Lohscheid, 12. Isabella Reibmayr, 13. Amelie Paclic, 14. Verena Schweyer, 15. Sarah Kundinger, 16. Marion Geber-Franke (alle Deutschland)

 

Spielplan So., 16. Mai TCA – Der Club an der Alster, Sa., 22. Mai TC BW Berlin – TCA, Mo., 24. Mai TCA – SC Ettlingen, So., 30. Mai TCA – TC RW Wahlstedt, So., 13. Juni TC Ratingen – TCA, So., 27. Juni ETuF Essen – TCA, So., 11. Juli TCA – TC GW Luitpoldpark München (alle Spiele ab 11 Uhr)